Wie wählt man die richtige Kamera?

Gepostet am: Mai 5, 2018

Kategorien: Artikel

Eine der häufigsten Fragen unserer potenziellen Kunden ist, wie man die richtige Wildkamera wählt. Hier gibt es viele Kriterien, an denen wir uns orientieren können und sollten. Der Preis und die Marke sind zwar auch wichtig, können aber oft irreführend sein. Damit Sie nicht unnötig viel Geld ausgeben und keinen Fehlgriff tun, raten wir Ihnen in diesem Artikel, worauf Sie sich konzentrieren sollten und was Sie bei Ihrer Wahl auf keinen Fall außer Acht lassen sollten.

Die einzelnen Geräte können sich bei einigen Parametern diametral voneinander unterscheiden, in anderen Fälle wieder übereinstimmen. Die meisten Marken zeichnen sich durch eine spezifische Eigenschaft oder ein Extra aus, das ihre Kameras unverwechselbar macht.

WOZU VERWENDEN SIE DIE KAMERA?

Zunächst ist zu klären, zu welchem Zweck Sie die Kamera verwenden wollen. Wenn Sie Jäger sind, haben Sie andere Prioritäten als ein Unternehmer, der sein belebtes Geschäft schützen will. Und so werden Sie sich auch auf andere Dinge konzentrieren. Für Naturbeobachtungen sind eine solide Konstruktion, qualitativ hochwertige Videoaufzeichnungen und Fotos am wichtigsten, schon weniger das Vorhandensein eines GSM-Moduls. Im Umfeld eines Geschäfts werden wiederum das leichte Verbergen der Kamera, ein möglicher Fernzugang mithilfe von SMS und ein unsichtbarer Aufheller Prioritäten sein.

AUFHELLER

Eine Grundeigenschaft einer Kamera ist das Vorhandensein eines Aufhellers. Die überwiegende Mehrheit der Kameras verfügt über einen unsichtbaren Aufheller mit einer Wellenlänge von 940 nm, der weder vom menschlichen noch vom tierischen Auge wahrgenommen wird und folglich die beste Wahl ist, wenn Sie Ihre Kamera verborgen halten wollen. Die zweite Möglichkeit ist eine Belichtung mit einer Länge von 850 nm, die qualitativ höhere Aufnahmen bietet, die allerdings sichtbar ist und das Wild stressen kann. Einen Unterschied gibt es auch bei der Reichweite: eine Belichtung von 850 nm ist bis zu einer Entfernung von 20 m wirksam, ein Aufheller von 940 nm ist ideal für kürzere Entfernungen – maximal von 12 m.

BILD- UND VIDEOAUFLÖSUNG

Die Technik verbessert sich ständig, deshalb finden Sie heute schon Kameras mit Full-HD-Videoaufzeichnung und einer Bildauflösung von bis zu 20 Mpx. Wenn es Ihnen vor allem um gelungene Fotos geht, steht Ihnen eine ganze Palette von Geräten zur Verfügung, die über eine hohe Auflösung verfügen. Wenn schöne Aufnahmen jedoch nicht Ihre Priorität sind, dann reichen 12 Mpx Fotos völlig aus – um das Gesicht eines eventuellen Störers zu erkennen, brauchen Sie nicht mehr.

REICHWEITE

Die Standardreichweite der Bewegungssensoren bewegt sich in einer Spanne von 10 – 16 m, je nach Typ und Hersteller. Wenn die Kamera lediglich einen kleinen Bereich aufnehmen wird, ist eine große Reichweite überflüssig. Einige Hersteller geben eine Reichweite von bis zu 25 m an, aber in einem solchen Fall ist es fast unmöglich, das beobachtete Objekt auf den Aufnahmen zu erkennen. Hier zahlt es sich aus, auf Nummer sicher zu gehen und sich nicht von einer superhohen Zahl in die Irre führen zu lassen.

BEOBACHTUNGSWINKEL

Dieser Parameter sollte vor allem bei im Freien verwendeten Kameras beachtet werden, die eine größere Fläche aufnehmen. Der standardmäßige Beobachtungswinkel ist 45°, womit Sie auf einer gängigen Entfernung alles Nötige erfassen. Es gibt aber auch Kameras mit Weitwinkel in einer Spanne von 80° - 100°, die einen weitaus größeren Bereich abdecken, allerdings auf Kosten einer erheblichen Verzerrung des erhaltenen Bilds - scharfe Aufnahmen machen Sie bis zu einer Entfernung von 2 m von der Kamera.

AUSLÖSEGESCHWINDIGKEIT

Dies ist ein Parameter, bei dem sich die Kameras gewöhnlich deutlich unterscheiden. Die Herstellers übertreffen sich mit einer möglichst hohen Auslösegeschwindigkeit, allerdings ist für einen Normalverbraucher eine Geschwindigkeit von 0,5 – 1 Sekunde völlig ausreichend. Eine langsamere Aufnahme könnte schon ein Nachteil sein, eine schnellere ist wiederum fast überflüssig.

GSM-MODUL

Das Vorhandensein eines GSM-Moduls ist in letzter Zeit das Hauptmerkmal, worin sich die Kameras unterscheiden, und ist auch eines der wichtigsten Kriterien, über die Sie nachdenken sollten. Benötigen Sie regelmäßige Mitteilungen aus der Kamera? Wollen Sie einen gegebenen Bereich hundertprozentig unter Aufsicht haben? Oder aber kommen Sie regelmäßig zur Kamera oder dient sie eher der Prävention? Dann muss man nicht mehr für ein GSM-Modul ausgeben? Ein GSM-Modul ist in der Lage, Ihnen zu einer gewählten Zeit oder bei einer verzeichneten Bewegung Fotos an eine E-Mail-Adresse oder auf das Mobiltelefon zu senden. Ohne GSM können Sie sich die Aufnahmen lediglich über die SD-Karte auf dem Bildschirm Ihres Rechners ansehen. Eine zusätzliche Investition bei einem GSM-Modul ist eine SIM-Karte mit der Möglichkeit der Datenübertragung.

ZUSÄTZLICHE PARAMETER

Einige Kameras haben eine solide, wasserfeste Konstruktion zu bieten, andere lassen sich dank kleinerer Maße leicht verbergen. Größere Kameras verfügen dann in der Regel auch über ein qualitativ hochwertigeres Bediendisplay. Wichtig ist auch der Energieverbrauch: anspruchslose Kameras begnügen sich mit 4 Batterien, Geräte mit einer Vielzahl von Funktionen benötigen manchmal bis zu 12 Stück. Egel welche Kamera Sie sich zuzulegen entscheiden, wird hoffen innig, dass Sie mit ihr zufrieden sein werden und sie den von Ihnen gewünschten Zweck erfüllt. Im Fall von Fragen oder Unklarheiten beraten wir Sie gern konkret unter unserer E-Mail-Adresse!